Samstag, 4. September 2010

Tag 4 und 5

Dienstag Tag 4
Aufgewacht bei -1Grad Celsius. Zum Glück haben wir genug Gas dabei und nach wenigen Minuten ist es muckelig warm im Mobil.
Die Entschädigung für die Kälte ist der Blick auf den Gletscher bei Sonnenaufgang.
Nach dem Frühstück Aufbruch zu unserem heutigen Ziel Savienes lu lac.
Kurzer Stopp an der Festung Mont Dauphin. Erbaut 1704 als Vorposten zum Schutze Frankreichs gegen Eindringlinge aus Italien auf einem Plateau.
Nachmittags wollten wir eigentlich baden, das Wasser war aber ganz klein und wir lagen dann doch nur am See rum. Der Hinweg auf dem Rad nicht ohne, erinnere mich an die Filbert Street in San Francisco (Steigung 30 %).

Mittwoch Tag 5
Wir sind in Castellane. So stellt man sich die Provence vor. Süsse kleine Gassen, ein fremder Duft und alles mit viel Liebe zum Detail gepflegt. Bezaubernd. Wir finden einen tollen Platz für die Nacht, direkt am Ufer des Verdon. Besser geht nicht. Los in die Stadt, 2 Minuten, und heute ist Markt. Klein aber fein, alle Händler laut und lustig. Oliven, Merguez, Kartoffeln, Tomaten, Olivenöl....alles was unser Herz begehrt, frisch und großartig.
Aber der Urlaub besteht nicht nur aus Essen und Genuss für den Bauch.Deshalb rein in die Treckingkluft und hoch geht es zum Roc de Castellane. Der männliche Teil der Reisegruppe wäre gerne mit dem Rad gefahren, aber nette Holländer rieten uns besser zu Fuß zu gehen. Oben angekommen, nach 30 min. schweisstreibenden Aufstiegs erwartet uns die Kapelle Notre-Dame-du-Roc. So schön. Der Blick ist atemberaubend.
Am Abend mussten wir noch mal raus, der übermässige Weinkonsum forderte eine Pause, Bier musste helfen. Wir sind in den Gassen von Castellane versunken, bei Grimberger und Blanche. Auf dem Heimweg lernten wir Santiago und seine Frau kennen. Ein Söldner in Rente (die beginnt mit 34!!). In Paderborn geboren, in Frankreich gelebt und bei den Legionären gewesen und heute als Holländer unterwegs. Einen irren Blick hatte der.

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