Donnerstag, 3. September 2009

Salz, Elche, wilde Kräuter und Hagelkörner

6. Tag
Es war in Ordnung, Wendover nach einer Nacht den Rücken zu kehren. Es ist eine sehr kleine Stadt mit viel Glitzer, Kitsch und Neonreklamen und einem, für diesen Ort, viel zu großen Kasino mit dem Namen "Nugget". Die Vergangenheit läßt grüßen. Zur Abfahrt schnell einen Kaffee organisieren, hm..Starbucks im Kasino. also hopps rein und Coffee of the Day ordern und raus. Aber früh um 8.00 Uhr spielen hier die "Harten", der Unterschied zu Reno - in diesem Kasino sehen die Gamer noch abgefuckter aus. Weg hier. Wir waren so schnell auf der Interstate, dass uns erst nach einigen Kilometern das "Reservezeichen" auffiel. AAAAAAAAAAAAAHhhhhhhhhhhhh. Wir haben vergessen zu tanken! Weiterfahren? Nächster Stopp erst in 50 km, Tankstelle ungewiß. Diese Autobahn ist so lang und gerade und ohne Exits, dass Schilder die schläfrigen Driver auffordern, abzufahren?! Also, wenden und zurück. Erst noch ein paar Meilen fahren, überlegen, gucken, kommt keiner, rüber und zurück.
Puh, geht doch. Schnell nach Bonneville und den Tank mit Häubchen füllen. Zur Beruhigung machten wir einen Abstecher zum International Salt Lake Speedway. Groß und flach und weiß und weit. Salz so weit das Auge reicht und darauf düsen alle möglichen motorisierten Vehikel zum Spaß rum. Wir waren jetzt bereit. Auf nach Salt Lake City. Ohne weitere Unterbrechungen haben wir dann ein ganz besonderes  Ziel erreicht. Wir haben es nämlich schon vom  Flugzeug aus am letzten Donnerstag sehen können! Ja!! Die COPPER MINE. So genial krass, das größte von Menschenhand (und Maschine) gebuddelte Loch, das kann man nicht nur vom Flieger aus sehen, auch aus dem All. Aber das können wir nicht bestätigen. Da sind die Bagger von oben klein wie Ameisen, klitzeklein.
War Ebru da? Wer weiß das schon.
Und ja, wir haben dort im Gift shop ein Kühlschrankmagnet gekauft (hi hi). Gut, ab ins Hotel (wir sind in Drapper) , schön hier. Koffer in die Ecke  und auf zur Wanderung in den Little Cottonwood Canyon. Und da blieb uns die Spucke weg. Hoch über 3.000 Meter mitten im Wintersportort Alta sind wir losgewandert, zum Cekret Lake, herzallerliebst und zum weinen schön. Schade, das man Gerüche nicht fotografieren kann. Aber die Bilder geben vielleicht einen Teil unserer Erlebnisse wieder. Ein traumhaft schöner Fleck mit fast kitschig anmutenden Märchenwald. Und als wäre das für unsere zarten Touristennerven nicht schon genug an einem Tag, n e i n .!!! Da steht am Ende des Weges eine Elch Familie. Bereit für einen Fototermin. Kaum zu glauben. Na gut, die haben das freiwillig gemacht. Seht selbst. Boah, was für ein Tag.

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